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SOS-Kinderdörfer in Vietnam
Kinder stark machen für ein Leben in Selbstständigkeit
Helfen Sie mit! SOS Kinderdörfer. Jeder Euro zählt!
Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. (SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.)
Konto für Spenden-Aktionen: 6912000
BLZ: 70070010
Deutsche Bank München
Verwendungszweck/Stichwort: Heidpark Aktion 39108218
Vietnam - ein langer Krieg hinterlässt seine Spuren
Der von 1954 bis 1975 wütende Krieg zwischen dem kommunistischen Nordvietnam und dem von den USA
unterstützten Südvietnam kostete unzähligen Menschen das Leben und hinterließ etwa zwei Millionen mit körperlichen Schäden, sowie
sechs Millionen Flüchtlinge und eine Million Waisenkinder.
Seit Anfang der neunziger Jahre befindet sich Vietnam im Umbruch von der Plan- zur Marktwirtschaft. Einem Großteil der Menschen
mangelt es dennoch am Nötigsten. Das Land zählt heute mit seinen rund 75 Millionen Einwohnern zu den ärmsten Ländern der Welt. Viele
Familien mit Kindern brauchen Unterstützung, um dem Teufelskreis der Armut zu entkommen.
- Knapp ein Drittel der Landbevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. In den Städten sind es ca. zehn Prozent der Menschen, die
ums Überleben kämpfen.
- Viele Kinder müssen nach der Grundschule den Schulbesuch abbrechen, um ihre Familie wirtschaftlich zu unterstützen. Kinderarbeit
ist vielerorts noch üblich.
- In Vietnams Städten leben tausende Straßenkinder. Allein in Hanoi sollen es etwa 5000 Kinder sein, die den Gefahren der Straße
ausgesetzt sind.
- Auch wenn die Regierung den Etat für Bildung in den vergangenen Jahren aufgestockt hat, fehlt es vor allem in den ländlichen
Gebieten noch an Bildungseinrichtungen.
- Unzählige versteckte Landminen haben seit Kriegsende weit mehr als 100.000 Unfälle verursacht.
SOS-Kinderdörfer und SOS-Zusatzeinrichtungen in Vietnam
Das Engagement der SOS-Kinderdörfer für die Kinder Vietnams begann noch während des Vietnamkrieges Ende
der sechziger Jahre. Nach Kriegsende 1976 schloss die kommunistische Regierung alle SOS-Einrichtungen im Land. Nach jahrelangen
Verhandlungen wurde die Wiedereröffnung der Projekte ermöglicht. 1987 konnte die wichtige Arbeit der SOS-Kinderdörfer fortgesetzt
werden. Heute sind in Vietnam 13 SOS-Kinderdörfer in Betrieb, ein vierzehntes wird zurzeit aufgebaut, 10 SOS-Jugendeinrichtungen,
12 SOS-Kindergärten, 10 SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, 3 Berufsausbildungszentren, 4 SOS-Sozialzentren und ein SOS-Medizinisches
Zentrum.
Die SOS-Kinderdörfer in Vietnam bieten 2.000 Kindern ein dauerhaftes Zuhause und in seinen 40 weiteren Sozialeinrichtungen Bildung
und Betreuung für fast 13.000 junge Menschen.
Ein neues Zuhause und eine bessere Zukunft
In den SOS-Kinderdörfern finden Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder aus
verschiedenen Gründen nicht mehr bei ihnen leben können, ein neues und dauerhaftes Zuhause. Die SOS-Kinderdörfer in Vietnam bestehen
aus 14 bis 20 Familienhäusern. Zwischen 8 und 12 Mädchen und Jungen unterschiedlichen Alters leben dabei gemeinsam mit ihrer
SOS-Mutter in einem Haus. Leibliche Geschwister werden im SOS-Kinderdorf nicht getrennt, sondern wachsen in einer Familie auf. Jedes
Kind erhält eine Ausbildung und Förderung, die seinen Bedürfnissen und Neigungen entspricht. Die SOS-Mutter ist wichtige Bezugsperson
für die Kinder. Sie baut zu jedem ihrer Schützlinge eine enge Beziehung auf und gibt den Kindern die Sicherheit, die sie benötigen.
Dabei berücksichtigt sie den familiären Hintergrund, die kulturellen Wurzeln und Religion des Kindes. Familienhelferinnen unterstützen
die Mütter bei ihrer täglichen Arbeit und vertreten sie bei Krankheit o.ä. Die Mädchen und Jungen teilen im Kinderdorf die Freuden
und Pflichten des Alltags und lernen, Verantwortung zu übernehmen. Neben Schule, Mithilfe im Haushalt, Spielen mit Freunden und
Geschwistern, besuchen sie je nach Interesse und Begabung Kurse für Musik, Tanz, Theater und treiben gerne Sport.
Auf dem Dorfgelände der SOS-Kinderdörfer befindet sich in der Regel ein SOS-Kindergarten. Sie sind mit Spielsachen
und Lernmaterial für Kinder unter 5 Jahren ausgestattet. Die Kindergärten werden nicht nur von den SOS-Kindern besucht, sondern
stehen auch den Mädchen und Jungen aus der Nachbarschaft offen.
Die Jugendlichen aus den SOS-Kinderdörfern wohnen in verschiedenen SOS-Jugendwohngemeinschaften in der Nähe der
SOS-Kinderdörfer. Der asiatischen Kultur entsprechend, bleiben die Mädchen etwas länger bei ihren SOS-Familien als die Jungen. Meist
ziehen die Jugendlichen beim Wechsel an eine höhere Schule oder zu Beginn ihrer Berufsausbildung in eine Wohngemeinschaft um. Der
Kontakt zu ihren SOS-Familien bleibt jedoch bestehen. Regelmäßig kommen viele der Jugendlichen zu Besuch zu ihren SOS-Müttern und
–Geschwistern, unterstützen sie oder haben wichtige Vorbildfunktion für die Kleineren. Erfahrene Jugendbetreuer begleiten die jungen
Menschen bei der Schulausbildung oder helfen dabei, Kontakte zu möglichen Arbeitgebern zu knüpfen. Sie unterstützen ihre Schützlinge
und begleiten sie auf ihrem Weg in die Selbständigkeit.
In Mai Dich, einer Stadt im Norden des Landes gibt es noch ein SOS-Ausbildungszentrum für SOS-Mitarbeiter und
zukünftige SOS-Mütter.
Die SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen in Vietnam bieten Schülerinnen und Schülern aus dem Kinderdorf sowie aus der
Umgebung eine fundierte Schulausbildung. Neben dem regulären Lehrplan finden die Mädchen und Jungen verschiedene Bildungsangebote,
die ihnen helfen, ihre Talente zu entdecken sowie Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln. Für Sprach- und Computerkurse ist das
Interesse besonders groß.
Hilfe für Familien in Not
Sowohl in Dalat als auch in Da Nang wurde 2005 ein Familienförderprojekt für Kinder und deren Familien
gestartet. In diesen Gemeinden finden die Kinder und ihre Angehörigen im sozialen und gesundheitlichen Bereich Hilfe. Sie bekommen
eine finanzielle Unterstützung für Essen, Kleidung und Schulgeld. Die für die Kinder verantwortlichen Erwachsenen haben die
Möglichkeit an Schulungen und Kursen teilzunehmen und sich über Ernährung, Hygiene, Familienplanung und Erziehung beraten zu
lassen. SOS-Projekte helfen mit, verzweifelte Familiensituationen zu verändern, damit die betroffenen Kinder in ihrer Familie
verbleiben können. Die von den SOS-Mitarbeitern betreuten Familien werden dabei unterstützt, Bildung für viele Wissbegierige ihre
Lebensumstände so zu verbessern, dass ihre Kinder sich ihrem Alter entsprechend entwickeln können. Ziel der Hilfe ist es also, das
familiäre Umfeld nachhaltig zu stabilisieren, den Kindern eine adäquate Fürsorge zu geben, sie für ihre Zukunft auszubilden und den
Familien zu helfen, dem Teufelskreis aus Armut und Hoffnungslosigkeit zu entkommen.
Ein bereits in Angriff genommenes weiteres Ziel der SOS-Kinderdorf-Projekte ist es, ein solches Programm überall dort in Vietnam
aufzubauen, wo es ein SOS-Kinderdorf gibt, um in deren Umgebung weitere Familien davor zu bewahren aufgrund ihrer schlechten
Lebensqualität ihre Nachkömmlinge zu vernachlässigen und ihre Zukunft zu gefährden.
SOS-Kinderdörfer in Vietnam im Überblick
SOS-Kinderdorf Ben Tre
- in Betrieb seit 1999
- SOS-Kinderdorf für 12 Familienhäuser für 120 Kinder, einige Nebengebäude
- SOS-Jugendeinrichtung für 48 Jugendliche
- SOS-Kindergarten für 190 Kinder in 6 Gruppenräumen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grund- und Sekundarschule) für 1000 Schüler, 24 Klassenzimmer, Labors, Bibliothek und Kantine
- SOS Berufsbildungszentrum (Handwerkliche Ausbildung) für 20 Jugendliche, 4 Werkstätten
SOS-Kinderdorf Ca Mau
- In Betrieb seit Juli 1996
- SOS-Kinderdorf mit 14 Familienhäusern für 140 Kinder, einige Nebengebäude
- SOS-Jugendeinrichtung für 16 Jugendliche
- SOS-Kindergarten für 205 Kinder in 6 Gruppenräumen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grund- und Sekundarschule) für 1000 Schüler, 24 Klassenzimmer, einige Labors, eine Bibliothek und
eine Kantine
- SOS-Familienhilfsprogramm für 100 Kinder (Gesundheitsberatung, Ausbildungskurse, Beratung und psychologische Betreuung)
SOS-Kinderdorf Da Lat
- In Betrieb seit 1969
- SOS-Kinderdorf mit 14 Familienhäusern für 140 Kinder, ein Haus für pensionierte SOS-Mütter, einige Nebengebäude
- SOS-Jugendeinrichtung für 12 Jugendliche
- SOS-Kindergarten für 100 Kinder in 3 Gruppenräumen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grund- und Sekundarschule) für 1040 Schüler, 24 Klassenzimmer, einigen Labors, einer Bibliothek und
einer Kantine
- SOS-medizinisches Zentrum (Zahnarzt-Ordination, Krankenstation) für ca. 1250 Patienten/Jahr mit Behandlungsräumen und
Beratungszimmer
- SOS-Familienhilfsprogramm für 250 Kinder (Gesundheitsberatung, Beratung und psychologische Betreuung)
SOS-Kinderdorf Da Nang
- In Betrieb seit November 1993
- SOS-Kinderdorf mit 16 Familienhäusern für 160 Kinder und einem Haus für pensionierte Mütter sowie einige Nebengebäude
- SOS-Jugendeinrichtung für 36 Jugendliche, Wohnhäuser mit Werkstätten für handwerkliche Grundausbildung
- SOS-Kindergarten für 170 Kinder in 6 Gruppenräumen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grund- und Sekundarschule) für 1000 Schüler, 25 Klassenzimmer, einige Labors, eine Bibliothek und
eine Kantine
- SOS- Familienhilfsprogramm für 250 Kinder (Gesundheitsberatung, Beratung und psychologische Betreuung)
SOS-Kinderdorf Dien Bien Phu
- In Betrieb seit September 2009
- SOS-Kinderdorf mit 14 Familienhäusern für 140 Kinder, einige Nebengebäude
SOS-Kinderdorf Dong Hoi
- In Betrieb seit August 2006
- SOS-Kinderdorf mit 12 Familienhäusern für 120 Kinder, einige Nebengebäude
- SOS-Kindergarten für 180 Kinder in 6 Gruppenräumen
SOS-Kinderdorf Go Vap "Ho Chi Minh City"
- In Betrieb seit 1969
- SOS-Kinderdorf mit 20 Familienhäusern für 200 Kinder, einige Nebengebäude
- SOS-Jugendeinrichtung für 55 Jugendliche in mehreren Wohnhäusern
- SOS-Kindergarten für 165 Kinder in 6 Gruppenräumen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grund- und Sekundarschule) für 1100 Schüler, 24 Klassenzimmer, einige Labors, eine Bibliothek und
eine Kantine
SOS-Kinderdorf Hai Phong
- In Betrieb seit August 1996
- SOS-Kinderdorf mit 14 Familienhäusern für 140 Kinder, einige Nebengebäude
- SOS-Jugendeinrichtung für 24 Jugendliche
- SOS-Kindergarten für 190 Kinder in 6 Gruppenräumen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grund- und Sekundarschule) für 1000 Schüler, 21 Klassenzimmer, einige Labors, eine Bibliothek und
eine Kantine
SOS-Kinderdorf Hanoi "Mai Dich"
- In Betrieb seit November 1989
- SOS-Kinderdorf mit 16 Familienhäusern für 160 Kinder, einige Nebengebäude
- SOS-Jugendeinrichtung für 24 Jugendliche
- SOS-Kindergarten für 97 Kinder, in 3 Gruppenräumen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Primar- und Sekundarschule) für 700 Schüler, 24 Klassenzimmer, einige Labors, eine Bibliothek und
eine Kantine
- SOS-Berufsbildungszentrum (Mütter- und Mitarbeiterausbildungszentrum) mit Seminarräumen und Unterkünften
SOS-Kinderdorf Nha Trang
- In Betrieb seit Sommer 1999
- SOS-Kinderdorf mit 14 Familienhäusern für 140 Kinder, einige Nebengebäude
- SOS-Jugendeinrichtung für 24 Jugendliche 1 Gebäude, gemeinsam mit Unterkünften für pensionierte Mütter
- SOS-Kindergarten für 190 Kinder in 6 Gruppenräumen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grund- und Sekundarschule) für 1000 Schüler, 24 Klassenzimmer, einige Labors, eine Bibliothek und
eine Kantine
SOS-Kinderdorf Quy Nhon in Bau
- In Bau seit März 2010
- SOS-Kinderdorf mit 14 Familienhäusern für 140 Kinder, einige Nebengebäude
SOS-Kinderdorf Thanh Hoa
- In Betrieb seit Juni 2005
- SOS-Kinderdorf mit 14 Familienhäusern für 150 Kinder, einige Nebengebäude
- SOS-Kindergarten für 180 Kinder in 6 Gruppenräumen
- SOS Hermann Gmeiner Schule (Grundschule) in Bau, für 350 Schüler, 10 Klassenzimmer, einigen Labors, eine Bibliothek, eine
Kantine und Räumlichkeiten für Nachmittagsbetreuung
SOS-Kinderdorf Viet Tri
- In Betrieb seit Juli 1999
- SOS-Kinderdorf mit 15 Familienhäusern für 150 Kinder, einige Nebengebäude
- SOS-Jugendeinrichtung für 16 Jugendliche
- SOS-Kindergarten für 190 Kinder in 6 Gruppenräumen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grund- und Sekundarschule) für 1000 Schüler, 25 Klassenzimmer, einige Labors, eine Bibliothek, eine
Kantine
- SOS-Berufsbildungszentrum (Handwerkliche Ausbildung) für 300 Jugendliche, 10 Unterrichtsräume, 6 Werkstätten, Bibliothek,
Kantine, Nebenräume, Unterkünfte für 75 Lehrlinge
SOS-Kinderdorf Vinh
- In Betrieb seit 1991
- SOS-Kinderdorf mit 15 Familienhäusern für 150 Kinder, einige Nebengebäude
- SOS-Jugendeinrichtung für 34 Jugendliche
- SOS-Kindergarten für 190 Kinder in 6 Gruppenräumen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Primar- und Sekundarschule) für 1200 Schüler, 27 Klassenzimmer, einige Labors, eine Bibliothek und
eine Kantine
- SOS- Familienhilfsprogramm (Gesundheitsberatung, Ausbildungskurse, Beratung und psychologische Betreuung) für 100 Kinder
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Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. (SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.)
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Weitere Informationen zu den SOS-Kinderdörfern
finden Sie auf der SOS-Kinderdorf-Webseite:
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