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SOS-Kinderdörfer in Südafrika
Kinder stark machen für ein Leben in Selbstständigkeit
Helfen Sie mit! SOS Kinderdörfer. Jeder Euro zählt!
Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. (SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.)
Konto für Spenden-Aktionen: 6912000
BLZ: 70070010
Deutsche Bank München
Verwendungszweck/Stichwort: Heidpark Aktion 39108218
Seit rund 30 Jahren ist SOS-Kinderdorf in Südafrika aktiv. Noch unter dem Apartheidregime hat SOS
1982 in Ennerdale, 30
Kilometer südlich von Johannesburg, das erste Kinderdorf Südafrikas eröffnet. Auch in zahlreichen anderen Provinzen war der
Bedarf an SOS-Kinderdörfern groß. Aber erst mit Ende der Apartheid wurde das SOS-Engagement auch von politischer Seite
begrüßt und unterstützt. Zu den prominentesten Fürsprechern zählten damals der frühere Präsident Nelson Mandela und
Erzbischof Desmond Tutu. Heute gibt es in Südafrika acht SOS-Kinderdörfer. Sie befinden sich in Kapstadt, Port Elizabeth,
Mthatha, Pietermaritzburg, Ennerdale, Rustenburg, Mamelodi und Nelspruit. Zudem gibt es sechs Jugendeinrichtungen, sieben
SOS-Kindergärten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, ein Trainingszentrum für SOS-Mütter und Mitarbeiter sowie elf
Sozialzentren mit der SOS-Familienhilfe.
In den SOS-Kinderdörfern sollen die Mädchen und Jungen stark gemacht werden für ein Leben in Unabhängigkeit. Auf dem Weg
dorthin sind sie in ein familiäres Umfeld eingebettet, in dem sie für ihre Rechte aber auch ihre Pflichten sensibilisiert
werden. Sie wohnen mit ihren Geschwistern zunächst in den Familienhäusern, dann ziehen sie in eine SOS-Jugendeinrichtung.
Der Nachwuchs besucht zusammen mit Gleichaltrigen aus den benachbarten Gemeinden den Kindergarten, später drücken sie
gemeinsam die Schulbank, besuchen weiterführende Schulen, manche auch das College oder die Universität. Natürlich stehen
die SOS-Mitarbeiter ihren Schützlingen während jedes Lebensabschnittes unterstützend und beratend zur Seite. In allen
SOS-Einrichtungen spielt natürlich auch die Freizeitgestaltung eine wichtige Rolle. Vor allem der Sport steht bei den
Mädchen und Jungen hoch im Kurs. Ein Jugendlicher aus Cape Town durfte 2008 mit seinem Schul-Rugbyteam an einem Turnier in
Malaysia teilnehmen. Ein weiterer SOS-Schützling aus Cape Town reiste als Mitglied des Drakensberger Jungenchors sogar nach
Zimbabwe, Holland und Österreich.
"Ich bin alles, was ihnen geblieben ist"
Seit 2002 engagiert sich SOS in Südafrika auch mit der Familienhilfe. Ziel ist es, sozial schwachen Familien Hilfestellung
zu geben, damit sie den oftmals beschwerlichen Alltag gemeinsam mit ihren Kindern meistern können. Mutter Lyn* ist eine von
vielen, die von diesem Projekt profitieren. Sie lebt in Ennerdale. Sie hat drei leibliche Kinder. Außerdem kümmert sie sich
um die sieben Kinder ihrer zwei Schwestern. Beide starben an Aids. "Ich bin alles, was ihnen geblieben ist", weiß Mutter Lyn.
"Sie sind eine Freude. Ich liebe sie. Aber wir kämpfen jeden Monat." SOS-Kinder bei ihrer Lieblings-Freizeitbeschäftigung,
dem Fußballspiel! SOS unterstützt die Familie nicht nur mit frischen Früchten, Gemüse und Maismehl. Der Mutter wurde außerdem
Betreuungsgeld in Aussicht gestellt. Geld, das die Familie dringend brauchen kann.
Die SOS-Mitarbeiter arbeiten intensiv mit den Familien zusammen, um Probleme zu erkennen und zu helfen. Um die erste Not zu
lindern verteilt SOS Lebensmittelpakete, Decken und Kleidung. SOS organisiert Einrichtungsgegenstände, ermöglicht Kindern den
Schulbesuch, veranstaltet Fortbildungskurse für die Eltern und hilft den Menschen Ausweispapiere zu erhalten, damit sie die
bei den Ämtern und Behörden die ihnen zustehende Unterstützung beantragen können und ermöglicht Kindern den Schulbesuch.
SOS berät und unterstützt vor allem die von Aids betroffenen Familien. Die Vermittlung von Mikrokrediten und die
Wiedereingliederung in den Beruf sind weitere wichtige Faktoren für die nachhaltige Hilfe, die SOS anstrebt. Denn die
Familienhilfe will all diejenigen fit fürs Leben zu machen, die für das Wohlergehen von Kindern zuständig sind. Damit diese
Jungen und Mädchen auch in Zukunft nicht aus der Geborgenheit der eigenen Familie gerissen werden.
SOS-Kinderdörfer in Südafrika im Überblick
Mamelodi
- SOS-Kinderdorf: seit 1987 in Betrieb, Platz für 150 Kinder in 15 Familienhäusern
- SOS-Jugendeinrichtung für 60 Jugendliche in fünf Jugendhäusern
- SOS-Kindergarten für 100 Kinder in vier Gruppen
- SOS-Sozialzentrum: Ausbildung im Bereich Informationstechnologie und Schneiderhandwerk, Beratungszentrum, seit Januar 2002
Kinderbetreuung und Hilfsprogramme für AIDS-Betroffene
Port Elizabeth
- OS-Kinderdorf: seit 1989 in Betrieb, Platz für 130 Kinder in 13 Familienhäusern, Mehrzweckhalle
- SOS-Jugendeinrichtung für 16 Jugendliche in zwei Jugendhäusern
- SOS-Kindergarten für 100 Kinder in vier Gruppen
- SOS-Sozialzentrum: seit 2002 in Betrieb, Kinderbetreuung und Hilfsprogramme für von AIDS/HIV betroffene Familien
Cape Town
- SOS-Kinderdorf: seit 1994 in Betrieb, Platz für 150 Kinder in 15 Familienhäusern, Mehrzweckhalle, Bibliothek, Computerlab,
Sportfeld
- SOS-Jugendeinrichtung für 14 Jugendliche in zwei Jugendhäusern
- SOS-Kindergarten für 75 Kinder in drei Gruppen
- SOS-Sozialzentrum: seit 2002 in Betrieb, Kinderbetreuung und Hilfsprogramme für von AIDS/HIV betroffene Familien
Pietermaritzburg
- SOS-Kinderdorf: seit 1996 in Betrieb, Platz für 130 Kinder in 13 Familienhäusern
- SOS-Jugendeinrichtung für zehn Jugendliche in zwei Jugendhäusern
- SOS-Kindergarten für 125 Kinder in fünf Gruppen
- SOS-Sozialzentrum: seit 2002 in Betrieb, Kinderbetreuung und Hilfsprogramme für von AIDS/HIV betroffene Familien
Mthatha
- SOS-Kinderdorf: seit 1997 in Betrieb, Platz für 130 Kinder in 13 Familienhäusern, Mehrzweckhalle
- SOS-Jugendeinrichtung für 20 Jugendliche in zwei Jugendhäusern
- SOS-Kindergarten für 125 Kinder in fünf Gruppen
- SOS-Hermann-Gmeiner-Schule: Platz für 490 Kinder in 14 Klassen
- SOS-Sozialzentrum: seit 2002 in Betrieb, Kinderbetreuung und Hilfsprogramme für von AIDS/HIV betroffene Familien
Johannesburg
- SOS-Berufsbildungszentrum: seit 1998 in Betrieb, Platz für 40 Erwachsene in drei Klassen, Bücherei, Wohnmöglichkeiten für
Kursteilnehmer
Qwa Qwa
- SOS-Sozialzentrum: seit 2003 in Betrieb, Langzeithilfe für von HIV/AIDS betroffene Familien mit Kinderbetreuung und
Hilfsprogrammen, Platz für zwölf Kinder in drei Familienhäusern, ein Sozialzentrum
Nelspruit
- SOS-Kinderdorf: seit 2004 in Betrieb, Platz für 100 Kinder in zehn Familienhäusern, Gemeinschaftshaus
- SOS-Kindergarten für 50 Kinder in zwei Gruppen
- SOS-Sozialzentrum: Kinderbetreuung und Hilfsprogramme für von AIDS/HIV betroffene Familien
Mathanjana
- SOS-Sozialzentrum: seit 2006 in Betrieb, Kinderbetreuung und Hilfsprogramme für von AIDS/HIV betroffene Familien
Rustenburg
- SOS-Kinderdorf: eines der "6 Dörfer für 2006", der offiziellen Charity-Kampagne der FIFA-WM 2006; seit 2006 in Betrieb, Platz
für 100 Kinder in zehn Familienhäusern
- SOS-Sozialzentrum: seit 2007 in Betrieb, Kinderbetreuung und Hilfsprogramme für von AIDS/HIV betroffene Familien
Sekhukhune
- SOS-Sozialzentrum: seit 2006 in Betrieb, Kinderbetreuung und Hilfsprogramme für von AIDS/HIV betroffene Familien
Südafrika: Ein Land der Extreme
Darauf hat Südafrika lange gewartet: 2010 findet erstmals auf dem Schwarzen Kontinent eine
Fußballweltmeisterschaft statt. Anstoß ist am 11. Juni in Johannesburg. Dabei will sich das Land am Kap der Guten Hoffnung von
seiner besten Seite zeigen. Mit Abschaffung der Apartheid vor 16 Jahren hat Südafrika zwar einen Wirtschaftsaufschwung erlebt.
Auch strömen Jahr für Jahr zigtausende Touristen nach Südafrika und schwärmen von der Schönheit des Landes.
Doch für einen Großteil der Bevölkerung ist das Leben in Südafrika alles andere als einfach:
- 2009 lag die Arbeitslosenquote laut Weltbank bei 23,6 Prozent. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind extrem.
- Wie viele andere afrikanische Länder auch ist Südafrika zudem stark von der AIDS/HIV-Pandemie betroffen. 2009 litten
17 Prozent aller Südafrikaner im Alter zwischen 15 und 49 Jahren an Aids, so die Weltbank. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO)
zählt die Immunschwächekrankheit in Südafrika mittlerweile sogar zur häufigsten Todesursache - auch bei Kindern.
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