SOS-Kinderdörfer in Peru

Kinder stark machen für ein Leben in Selbstständigkeit


SOS-Kinderdörfer in Peru

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Armut im drittgrößten Land Südamerikas

Peru ist mit einer Gesamtfläche von 1.285.216 km² (einschließlich der vorgelagerten Inseln) das drittgrößte Land Südamerikas. Mit 28,30 Millionen Einwohnern gehört Peru mit Brasilien, Kolumbien und Argentinien zu den bevölkerungsreichsten Ländern Lateinamerikas. Ein Viertel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Lima.

  • Mehr als die Hälfte der peruanischen Bevölkerung lebt am Rande des Existenzminimums und oft in absoluter Armut.
  • Die Armut auf dem Land führt zu einer hohen Zuwanderung in die Hauptstadt Lima, wo die Elendsviertel stetig wachsen.
  • Peru zählt zu den Ländern mit der höchsten Kinder- und Müttersterblichkeit in Lateinamerika.
  • Etwa jeder 10. Peruaner kann nicht lesen und schreiben. Bei einem Viertel aller Kinder reicht das Geld nicht für den Besuch einer Schule.
  • Elend, Perspektivlosigkeit und Gewalt in der Familie treiben viele Kinder aus dem elterlichen Haus auf die Straße. Die Zahl der Straßenkinder in Peru wird auf 500.000 geschätzt.

Die SOS-Kinderdorf-Projekte

Not und soziale Missstände waren bereits 1975 Gründe für den Bau des ersten SOS-Kinderdorfes in Zárate bei Lima. Weitere vier der insgesamt 10 peruanischen SOS-Kinderdörfer befinden sich in der Region um Lima: Das SOS-Kinderdörfer Río Hondo und Esprezanza, das SOS-Kinderdorf Callao und das SOS-Kinderdorf Pachacamac, das erst seit kurzem zu den SOS-Kinderdorf-Projekten gehört. Anfang 2007 wurde dieses Kinderdorf, das 1997 von einem deutschen Ehepaar ins Leben gerufen wurde, von der SOS-Kinderdorf-Organisation übernommen. Weitere Standorte sind: das SOS-Kinderdorf Chiclayo, das SOS-Kinderdorf Arequipa, das SOS-Kinderdorf Cuzco und das SOS-Kinderdorf Huancayo. Ein weiteres SOS-Kinderdorf wurde in Ayacucho im südlichen Landesteil Ende 2009 fertig gestellt. Ein elftes SOS-Kinderdorf wird zurzeit in Juliaca im Südosten von Peru gebaut. Neun SOS-Jugendeinrichtungen, ein Berufsbildungszentrum und 15 SOS-Sozialzentren ergänzen das soziale Hilfsangebot. Insgesamt kommen die SOS-Einrichtungen in Peru 9.500 bedürftigen Menschen zugute.

Ein neues Zuhause und eine hoffnungsvolle Zukunft

Rund 1.000 Kinder finden derzeit in den peruanischen SOS-Kinderdörfern ein neues Zuhause.

Die SOS-Kinderdörfer bestehen aus 12 bis 16 Familienhäusern, im Durchschnitt leben 9 Mädchen und Jungen gemeinsam in einem Haus und werden von einer SOS-Kinderdorf-Mutter liebevoll betreut. Familienhelferinnen, so genannte SOS-Tanten, unterstützen die Mütter bei ihrer täglichen Arbeit und vertreten sie bei Krankheit o.ä. Leibliche Geschwister werden im SOS-Kinderdorf nie getrennt, sondern wachsen in einer Familie auf. Die SOS-Kinder besuchen die Schulen in der Umgebung des Kinderdorfes. Jedes Kind bekommt die Chance, seine Talente zu entwickeln und wird in seiner Entwicklung bestmöglich gefördert. Erfahrene Therapeuten helfen den Kindern dabei, Defizite aufzuholen und traumatische Erfahrungen zu verarbeiten.

Zu jedem SOS-Kinderdorf gehören SOS-Jugendeinrichtungen, in denen Jugendliche aus dem Kinderdorf während ihrer Berufs- oder höheren Schulausbildung leben und sich auf ihre Selbständigkeit vorbereiten. Dabei werden sie von geschulten Pädagogen begleitet und stehen in der Regel weiter in engem Kontakt mit ihren SOS-Familien. Derzeit gibt es in Peru 20 SOS-Jugendwohngemeinschaften für rund 280 Jugendliche.

SOS-Sozialzentren - verhindern, dass Kinder verlassen werden

Armut ist einer der Hauptgründe, warum Kinder ihre Familien verlieren. Viele Frauen sind mit der Versorgung ihrer Kinder auf sich alleine gestellt. Auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen ziehen viele Menschen in die Nähe der großen Städte, wo sie häufig in den Elendsvierteln stranden. Aufgrund der schwierigen Lebensbedingungen sehen sich Eltern oft nicht mehr in der Lage, sich um ihre Kinder zu kümmern. Krankheiten oder familiäre Probleme führen dazu, dass Familien zerbrechen. Erschreckend ist die Zunahme von innerfamiliärer Gewalt in den Andengebieten.
Fünfzehn SOS-Sozialzentren bieten ein breites Spektrum an Hilfsmaßnahmen für existentiell bedrohte Familien: Ihr Ziel ist es, Kindern den Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung, zu Ernährung und Bildung zu ermöglichen. Darüber hinaus werden die Familien durch verschiedene Maßnahmen unterstützt, damit ihre Kinder nicht zu Sozialwaisen werden.

"Hilfe zur Selbsthilfe"

SOS-Kindertagesstätten betreuen tagsüber Babys und Kleinkinder allein stehender Mütter, die meist als Hilfskräfte oder Tagelöhnerinnen das Überleben ihrer Familie sichern müssen. Zusätzlich werden Frauen in umliegenden Gemeinden angeleitet und dabei unterstützt, selbst Tagesmütterprogramme zur Betreuung ihrer Kinder zu organisieren. Die Familien, die an den Programmen teilnehmen, bilden so genannte "Familienkomitees", die die Organisation der Kinderbetreuung in die Hand nehmen. Bei Bedarf helfen die SOS-Kinderdörfer beim Aufbau der Infrastruktur, z.B. durch Übernahme notwendiger Reparaturen oder Bau von sanitären Einrichtungen. Sie stellen Spielzeug und pädagogisches Material oder Nahrungsmittel für die Kinder zur Verfügung. Die Frauen, die sich um die Tagesbetreuung der Kinder kümmern, werden von qualifizierten Pädagogen von SOS-Kinderdorf ausgebildet. Gleichzeitig hilft man den Familien dabei, ihre Existenz selbständig zu sichern. Lehrwerkstätten bieten Handwerkskurse für Frauen, damit diese bessere Verdienstmöglichkeiten finden. Darüber hinaus gibt es Kurse für Mütter zur Förderung ihrer persönlichen Entwicklung, Informationen über Schutz vor Gewalt, sexuelle Aufklärung und Beratung über frauenspezifische Gesundheitsfragen. Ambulanzen und Gesundheitszentren sichern die ärztliche Betreuung und Versorgung der jungen Menschen und ihrer Familien.

SOS-Nothilfeprogramme in Peru

Naturkatastrophen erschüttern immer wieder teile des Landes. Als 1998 der Norden Perus, als Folge des Klimaphänomens El Niño, von starken Regenfällen und Überschwemmungen betroffen war, verteilte SOS-Kinderdorf Peru in einem mehrmonatigen Nothilfeprogramm in diesem Gebiet dringend benötigte Medikamente und Lebensmittel.

Immer wieder leisten die SOS-Kinderdörfer in Peru Nothilfe. So auch bei dem schweren Erdbeben im August 2007 kamen in Gebieten an der Westküste Perus über 550 Menschen ums Leben. Zahlreiche Bewohner wurden obdachlos. Die SOS-Kinderdörfer in Lima und Umgebung blieben unversehrt. Ein Team von SOS-Kinderdorf-Mitarbeitern leistete Hilfe in den am schwersten betroffenen Gebieten. In einem ersten Schritt wurden auch hier Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente und Decken ausgegeben. Zusätzlich wurden die Familien dabei unterstützt, Gemeinschaftsküchen zu errichten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Suche und Zusammenführung verloren gegangener Angehöriger verzweifelter Kinder. Diese Hilfsmaßnahmen kamen rund 800 Familien und insgesamt 1.100 Kindern zugute.

SOS-Kinderdörfer in Peru im Überblick

SOS-Kinderdorf Arequipa

  • In Betrieb seit März 1984
  • SOS-Kinderdorf mit 12 Familienhäusern für 108 Kinder, einer kleinen Schneiderei- und Tischlerwerkstatt und einem medizinischen Untersuchungsraum
  • SOS-Jugendeinrichtung ("Hogar Juvenil SOS de Arequipa") mit 4 Häusern für 32 Jugendliche
  • SOS-Sozialzentrum mit Familienhilfe, einer Kindertagesstätte und einem Gesundheitszentrum für 140 Mütter und Kinder (Umfang der Einrichtung: 3 Gruppenräume, 2 Säuglingsräume, Seminarraum für Mütter, Zahnarztpraxis, Arztpraxis, Krankenzimmer, Waschküche, Verwaltungs- und Servicebereich)
  • SOS-Sozialzentrum ("Hogares Comunitarios") mit Familienhilfe und einem Tagesmütterprogramm für 75 Mütter (durch das Programm werden die spezifischen Entwicklungsbereiche von Kindern, Frauen, Familien und Dorfgemeinschaften gefördert, um eine ganzheitliche und nachhaltige Stärkung der Familien zu gewährleisten.

SOS-Kinderdorf Ayacucho

  • In Betrieb seit Ende 2009
  • SOS-Kinderdorf mit 14 Familienhäusern für 126 Kinder
  • SOS-Sozialzentrum (Familienhilfe) für 80 Kinder und Frauen. Das Programm richtet sich an Kinder unter 5 Jahren und deren Mütter bzw. Frauen, die in extremer Armut leben. Komponenten des Programms: Verbesserung der Ernährungssituation, Gesundheitsbetreuung, Vorschulunterricht als Vorbereitung für die Einschulung, Verbesserung der Einkommenssituation durch Ausbildungsmöglichkeiten.

SOS-Kinderdorf Callao

  • In Betrieb seit Juli 2004
  • SOS-Kinderdorf mit 12 Familienhäusern für 108 Kinder
  • SOS-Sozialzentrum mit Familienhilfe und einer Kindertagesstätte für 120 Kinder (Umfang der Einrichtung: Kindertagesstätte mit 4 Gruppenräumen, 2 Säuglingsräume, 2 Seminarräume für Erwachsene, Zahnarztpraxis, Arztpraxis, Krankenzimmer, Verwaltungsund Servicebereich)

SOS-Kinderdorf Chiclayo

  • In Betrieb seit April 1983
  • SOS-Kinderdorf mit 12 Familienhäusern für 108 Kinder und einem Gemeinschaftshaus
  • SOS-Jugendeinrichtung ("Hogar Juvenil SOS de Chiclayo") mit 3 Wohngemeinschaften für 18 Jugendliche
  • SOS-Sozialzentrum ("Centro Social SOS Chiclayo") mit Familienhilfe, einer Kindertagesstätte und einem Gesundheitszentrum für 170 Kinder und Mütter (Umfang der Einrichtung: 2 Säuglingsräume mit Küche, Spielzimmer, Seminarraum für Mütter, 2 medizinische Behandlungsräume, Apotheke, Verwaltungsräume, Esszimmer, Nebenräume)
  • SOS-Sozialzentrum ("Hogares Comunitarios Los Mochicas") mit Familienhilfe und, Tagesmütterprogramm

SOS-Kinderdorf Cuzco

  • In Betrieb seit 1993
  • SOS-Kinderdorf mit 12 Familienhäusern für 108 Kinder, einem Gemeindehaus und 2 Sportplätzen.
  • SOS-Jugendeinrichtung ("Hogar Juvenil SOS Cuzco") mit 2 Jugendwohngemeinschaften für 20 Jugendliche
  • SOS-Sozialzentrum ("Centro Social SOS Cuzco") mit Familienhilfe und Kindertagesstätte für 120 Kinder
  • SOS-Sozialzentrum ("Hogares Comunitarios"), Familienhilfe und Tagesmütterprogramm

SOS-Kinderdorf Esperanza

  • In Betrieb seit 1978
  • SOS-Kinderdorf mit 10 Familienhäusern für 90 Kinder

SOS-Kinderdorf Rio Hondo

  • In Betrieb seit 1978
  • SOS-Kinderdorf mit 12 Familienhäusern für 108 Kinder
  • SOS-Jugendeinrichtung ("Hogar Juvenil SOS Rio Hondo Chosica") mit 2 Wohngemeinschaften für 20 Jugendliche

SOS-Kinderdorf Huancayo

  • In Betrieb seit August 2000
  • SOS-Kinderdorf mit 12 Familienhäusern für 108 Kinder
  • SOS-Jugendeinrichtung ("Hogar Juvenil SOS Huancayo") mit 2 Wohngemeinschaften für 20 Jugendliche
  • SOS-Sozialzentrum ("Centro Social SOS Huancayo") mit Familienhilfe und einer Kindertagesstätte für 200 Kinder und Mütter (Umfang der Einrichtung: 3 Gruppenräume, einem medizinischem Betreuungsraum, einem Seminarraum für Mütter)
  • SOS-Sozialzentrum ("Hogares Comunitarios") mit Familienhilfe und Tagesmütterprogramm

SOS-Kinderdorf Zárate

  • In Betrieb seit Mai 1975
  • SOS-Kinderdorf mit 15 Familienhäusern für 135 Kinder, einer Zahnarztpraxis und Landwirtschaft für den Eigenbedarf
  • SOS-Jugendeinrichtung ("Hogar Juvenil SOS Zárate") mit 7 Wohngemeinschaften für 90 Jugendliche
  • SOS-Berufsbildungszentrum (Mütter- und Mitarbeiterausbildungszentrum "Escuela de Formación de Madres SOS Chaclacayo") für 17 auszubildende Mütter und Mitarbeiter (Umfang der Einrichtung: 5 Schlafräume, Aufenthaltsraum, Seminarraum und Küche)
  • SOS-Sozialzentrum ("Centro Social SOS Lima") mit Familienhilfe, einer Kindertagesstätte, und einem Gesundheitszentrum für 500 Kinder und Mütter (Umfang der Einrichtung: 6 Gruppenräume, 2 medizinische Behandlungsräume, ein Seminarraum für Mütter
  • SOS-Sozialzentrum ("Hogares Comunitarios y Centro Comunitario") mit Familienhilfe und Tagesmütterprogramm

SOS-Kinderdorf Pachacamac

  • Gegründet 1997 vom deutschen Ehepaar Gudrun und Robert Lemli
  • Anfang 2007 übergeben an SOS-Kinderdorf
  • SOS-Kinderdorf mit 8 Familienhäusern für 70 Kinder, zwei Werkstätten für Unterricht in Tischlerei, Schneiderei und Gärtnerei. Ein Sportplatz für die Kinder des SOS-Kinderdorfes sowie Stallungen für Kleintierzucht (Geflügel, Kaninchen) und ein Gemüsegarten.
  • SOS-Jugendeinrichtung

Bilder:

Bild 1: Kinder aus den SOS-Kinderdörfern in Peru bei der Grundsteinlegung in Juliaca Bild 2: SOS-Mutter in Callao mit Baby Bild 3: Kinder auf dem Spielplatz in Esperanza Bild 4: Helmut Kutin und Bjørn Bogason enthüllen die Eröffnungstafel in Ayacucho Bild 5: FIFA-Präsident Sepp Blatter mit Kindern in Zárate Bild 6: SOS-Mutter mit Kind in Callao

Bilder zum Vergrößern anklicken


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