SOS-Kinderdörfer in Pakistan

Kinder stark machen für ein Leben in Selbstständigkeit


SOS-Kinderdörfer in Pakistan

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Die Islamische Republik Pakistan liegt in Südasien und erstreckt sich über rund 796.000 km². Ganz im Nordendes Landes treffen die drei höchsten Gebirgszüge der Erde aufeinander: Hindikusch, Karakorum und Himalaya. Neben dem K2, dem zweithöchstem Berg der Erde, befinden sich vier weitere Achttausender auf pakistanischem Gebiet.
Pakistan ist seit 1947 ein unabhängiger Staat. Im Zuge der Teilung des ehemaligen Britisch-Indiens (das Gebiet, das heute Indien, Pakistan und Bangladesch umfasst) verließen rund 11 Mio. Menschen ihre Heimat. Ca. sieben Millionen Hindus und Sikhs flohen in das Gebiet des heutigen Indiens, über vier Mio. Muslime nach Pakistan. Man schätzt, dass dabei aufgrund von Gewalt und Strapazen rund 750.000 Menschen umkamen.
Die junge Geschichte des Landes ist geprägt von einem Wechsel von Demokratie und Militärdiktaturen. Seit dem Frühjahr 2008 wird das Land wieder demokratisch regiert. Der Konflikt um die umstrittene Region Kaschmir führt immer wieder zu Unruhen und Auseinandersetzungen.

Pakistan hat rund 176 Millionen Einwohner. Man schätzt, dass über 10% der Bevölkerung in absoluter Armut leben. Vor allem Kinder sind von der Lage stark betroffen: (Quelle: Unicef)

  • Jedes 10. Kind stirbt noch vor seinem 5. Geburtstag; viele davon wegen Infektionskrankheiten, die behandelbar oder durch Impfung vermeidbar wären
  • Die Müttersterblichkeit ist etwa 18-mal so hoch wie in westlichen Ländern
  • Ca. 30% der Kinder sind unterernährt, besonders auf dem Land mangelt es an sauberem Wasser
  • Zur Schule gehen ist keine Selbstverständlichkeit: Man schätzt, dass nur die Hälfte der Kinder im Grundschulalter eine Schule besuchen. Mädchen sind dabei zusätzlich benachteiligt. Nur ein Drittel der pakistanischen Frauen kann lesen und schreiben
  • Rund 3,6 Mio. Kinder unter 14 Jahren müssen arbeiten - unter zum Teil gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen

Das erste pakistanische SOS-Kinderdorf entstand in der Stadt Lahore. Bereits 1977 konnten hier elternlose Kinder in ihr neues Zuhause einziehen. Lahore mit seinen zahlreichen islamischen Kulturdenkmälern liegt im Indus-Tal. Das SOS-Kinderdorf befindet sich ungefähr 10 km außerhalb des Stadtzentrums und ist längst zu einem Modell der modernen Kinderfürsorge im Land geworden.
In den folgenden Jahren entstanden weitere SOS-Kinderdörfer in Pakistan: 1982 wurde bei der kleinen Stadt Mansehra im Norden das SOS-Kinderdorf Dhodial gegründet, 1988 begann der Bau drei weiterer SOS-Kinderdörfer in Rawalpindi, Faisalabad und Karachi. 1995 öffnete das sechste SOS-Kinderdorf des Landes in Sargodha seine Pforten. Das SOS-Kinderdorf Multan nahm bereits 1999 in einer provisorischen Einrichtung erste Kinder auf und ist seit 2002 fertig gestellt.

Das jüngste SOS-Kinderdorf ist seit März 2006 in Sialkot in Betrieb drei weitere entstehen derzeit in Quetta, Jamshoro und Islamabad. Über 1.300 Kinder und Jugendliche finden derzeit in den pakistanischen SOS-Kinderdörfern ein dauerhaftes und liebevolles Zuhause.

Zu fast allen pakistanischen SOS-Kinderdörfern gehören SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und SOS-Berufsbildungszentren, die auch den Kindern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft offen stehen. Rund 5.000 Mädchen und Jungen bekommen hier eine fundierte Schul- und Berufsausbildung.

In Kasur bei Lahore unterstützt ein Hilfsprogramm Familien, die in abgelegenen, ländlichen Gebieten leben und von Armut bedroht sind. SOS-Medizinische Zentren bieten Gesundheitsberatung und leisten ärztliche Grundversorgung für über 1.300 Menschen.

SOS-Nothilfe:

Im Anschluss an die Militäraktion, die im Oktober 2001 - in Folge der Terroranschläge in den USA - im Nachbarland Afghanistan gestartet wurde, kam es zu einer Flüchtlingswelle nach Pakistan. Daraufhin rief SOS-Pakistan umgehend ein SOS-Nothilfeprogramm ins Leben. Neben einem medizinischen Zentrum in Peschawar wurden in den Flüchtlingscamps Schulen und Ambulanzen eingerichtet sowie Spielplätze für Kinder gebaut.

Am 8. Oktober 2005 zerstörte das stärkste Beben seit 100 Jahren weite Teile Nordpakistans. Sofort nach der Katastrophe startete SOS-Pakistan ein weiteres SOS-Nothilfeprogramm im Gebiet um die Stadt Muzaffarabad. Betroffene Familien erhielten Hilfsgüter und Medikamente, mobile Ärzteteams halfen dabei, Verletzte und Kranke in entlegenen Gebieten zu versorgen.
Im Mittelpunkt der Hilfe stand die Betreuung von Waisenkindern. In Notunterkünften nahm man unbegleitete Kinder und allein stehende Mütter auf und half bei der Suche nach deren Familienangehörigen. Viele der Kinder konnten wieder mit ihren Familien vereint werden, andere blieben so lange in der Obhut von SOS, bis ihre Eltern wieder gesund waren und sich wieder um sie kümmern konnten. Doch das Unglück ließ viele Kinder elternlos zurück. Fast 250 Mädchen und Jungen leben seither in verschiedenen SOS-Einrichtungen und provisorischen SOS-Wohngruppen, wo sie liebevolle Betreuung erfahren.
Bereits vor dem Unglück war ein SOS-Kinderdorf in Muzaffarabad in Bau gegangen, es wurde jedoch bei dem Unglück stark beschädigt und kann aus Sicherheitsgründen nicht am gleichen Ort wiedererrichtet werden. Das Gelände rund um das alte Baugrundstück ist durch das Beben von weiteren Hang- und Erdrutschen bedroht. Aufgrund der enormen Schäden in der Region ist die Suche nach einem neuen Grundstück sehr schwer. Der Wiederaufbau des Dorfes rückt jedoch langsam in greifbare Nähe.

Überblick über die SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Pakistan

SOS-Kinderdorf Dhodial

  • 15 Familienhäuser für 150 Kinder
  • SOS-Jugendeinrichtung für 54 Jugendliche
  • SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Kindergarten, Grund- und Sekundarschule) für rund 570 SchülerInnen. Sekundarschule mit Schwerpunkten Technik, Medizin und Kunsterziehung
  • zwei SOS-Berufsbildungszentren für Hauswirtschaft, Elektro- und Installationstechnik sowie Schlosserei für 110 Jugendliche
  • SOS-Sozialzentrum: Ambulanz und Gesundheitsberatung für 200 Patienten pro Monat

SOS-Kinderdorf Faisalabad

  • 15 Familienhäuser für 150 Kinder
  • SOS-Jugendeinrichtung für 48 Jugendliche
  • SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Kindergarten, Grund- und Sekundarschule) für rund 250 SchülerInnen
  • SOS-Sozialzentrum: Ambulanz mit kleinem OP und Gesundheitsberatung für 200 Patienten pro Monat

SOS-Kinderdorf Karachi

  • 15 Familienhäuser für 150 Kinder
  • SOS-Jugendeinrichtung für 30 Jugendliche
  • SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Kindergarten, Grund- und Sekundarschule) für 1.200 SchülerInnen. Sekundarschule mit Schwerpunkten Technik, Medizin und Wirtschaft
  • SOS-Berufsbildungszentrum für Elektro- und Installationstechnik sowie hauswirtschaftliche Ausbildung für insgesamt 70 Jugendliche
  • SOS-Sozialzentrum: Gesundheitsberatung für ca. 500 Patienten pro Monat

SOS-Kinderdorf Lahore

  • 20 Familienhäuser für 200 Kinder
  • SOS-Jugendeinrichtung für 50 Jugendliche
  • SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Kindergarten, Grund- und Sekundarschule) mit 54 Klassen für 1.500 SchülerInnen
  • Ausbildungszentrum für SOS-Mütter und -Mitarbeiter
  • SOS-Medizinisches Zentrum (mit Zahnambulanz) für 1.300 Patienten pro Jahr

SOS-Kinderdorf Multan

  • 15 Familienhäuser für 150 Kinder
  • SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Kindergarten, Grundschule) für 630 SchülerInnen

SOS-Kinderdorf Rawalpindi

  • 20 Familienhäuser für 200 Kinder
  • SOS-Jugendeinrichtung für 50 Jugendliche
  • SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Kindergarten, Grund- und Sekundarschule) für 400 SchülerInnen
  • SOS-Berufsbildungszentrum für Elektro-, Hausgerätetechnik und Automechanik für 175 Jugendliche
  • SOS-Sozialzentrum: Gesundheitsberatung für 150 Patienten pro Monat

SOS-Kinderdorf Sargodha

  • 14 Familienhäuser für 140 Kinder (zzgl. kleiner Krankenstation)
  • SOS-Jugendeinrichtung für 40 Jugendliche
  • SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Kindergarten, Grund- und Sekundarschule) mit 35 Klassen für rund 500 SchülerInnen

SOS-Kinderdorf Sialkot

  • 15 Familienhäuser für 150 Kinder (zzgl. Kindergarten und kleiner Krankenstation, Bibliothek und Mitarbeiterwohnhaus)

SOS-Kinderdorf Quetta

  • noch in Bau
  • in ersten fertig gestellten Gebäuden können bereits 50 Kinder betreut werden

SOS-Medizinisches Zentrum Pattan

  • medizinische Behandlung (Schwerpunkt: Mütter und Kinder) für 300 Patienten pro Monat

SOS-Sozialzentrum Kasur

  • Gesundheitsberatung, mobiler Gesundheitsdienst, Schulprogramme für Kinder, Landwirtschaftliche Beratung und Erwachsenenbildung für insgesamt 2.000 Kinder und Erwachsene pro Monat

SOS-Nothilfe für Erdbebenopfer in Nordpakistan

  • Betreuung von über 250 Kindern in verschiedenen provisorischen Einrichtungen in Dhodial, Lahore, Rawalpindi, Multan und Sialkot.

Bilder:

Bild 1: Geschwister bleiben im SOS-Kinderdorf zusammen - Kinder aus Rawalpindi Bild 2: Die SOS-Schule in Lahore gibt Mädchen und Jungen Bildungsmöglichkeiten und damit eine Chance auf eine bessere Zukunft. Bild 3: Alle SOS-Schulen stehen auch den Kindern aus der Nachbarschaft offen Bild 4: Das SOS-Medizinische Zentrum in Lahore behandelt kleine Patienten auch stationär Bild 5: SOS-Nothilfe nach dem schweren Erdbeben in Muzaffarabad Bild 6: Eine neue Familie und die Gemeinschaft des Dorfes: das SOS-Kinderdorf Dhodial
Bild 7: Mädchen und Jungen nach dem Erdbeben in einer SOS-Notunterkunft Bild 8: SOS-Einrichtungen in Pakistan

Bilder zum Vergrößern anklicken


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