SOS-Kinderdörfer in Haiti

Kinder stark machen für ein Leben in Selbstständigkeit


SOS-Kinderdörfer in Haiti

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Armut in einem zerstörten Land

Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Die Hauptstadt Port-au-Prince ist wichtigster Hafen und wirtschaftliches Zentrum Haitis. Die Stadt wurde zuletzt im Januar 2010 von einem schweren Erdbeben größtenteils zerstört. Geschätzte 150.000 Tote, zahllose Obdachlose und allein stehende Kinder sind die traurige Bilanz der Katastrophe. Die Armut der Bevölkerung war zudem bereits verstärkt durch politische Unruhen und die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise.

Das unbeschädigte SOS-Kinderdorf Santo
- Das Leben im Dorf vor der Katastrophe -

Das SOS-Kinderdorf Santo ist 15 km von Port-au-Prince entfernt. Es wurde 1984 errichtet und umfasst 19 Familienhäuser und eine Krankenstation. In den Familienhäusern des Dorfes ist Platz für zweihundert Kinder. Eine SOS-Jugendeinrichtung kann zusätzlich Jugendliche aufnehmen. Alle Familienhäuser haben ihren eigenen Garten, und 4 ha des Grundstücks werden landwirtschaftlich genutzt.

Die SOS-Mütter ermuntern ihre Kinder immer wieder, sich in ihrer Freizeit sportlich zu betätigen. Es gibt im Kinderdorf mittlerweile eine Fußball-, Volleyball- und Basketballmannschaft. Das Volleyball-Team spielt sogar schon in der Nationalliga.

Die SOS-Jugendeinrichtung umfasst fünf Wohneinheiten. Die hier lebenden Jugendlichen bereiten sich unter Anleitung pädagogisch geschulter Mitarbeiter auf ein Leben "nach dem Kinderdorf" vor. Bedingt durch die hohe Arbeitslosenquote im Land, achtet SOS-Kinderdorf darauf, dass die jungen Menschen einen Beruf erlernen, mit dem sie gute Chancen haben, sich auf dem heimischen Arbeitsmarkt zu behaupten.

Die SOS-Schule ist derzeit Basis für die SOS-Nothilfe

Zeitgleich mit dem SOS-Kinderdorf Santo hat die SOS-Hermann-Gmeiner Grund- und Sekundarschule ihren Betrieb aufgenommen. Die für rund 630 Kinder errichtete Schule umfasst neun Klassen, eine Bibliothek, einen Computerraum, einen Musik- und einen Handarbeitsraum.

Hilfe für Familien in Not

Ein SOS-Sozialzentrum mit einer Kindertagesstätte und einem Familienhilfsprogramm für bedürftige Mütter und ihre Kinder aus der Umgebung des Dorfes gehören seit zwei Jahren zum umfassenden SOS-Projekt in Santo.

Die Sozial- und Bildungseinrichtungen der SOS-Kinderdörfer werden auch von Kindern aus der Nachbarschaft gerne in Anspruch genommen. Sie besuchen tagsüber den Kindergarten oder werden in der Schule unterrichtet. Zudem bekommen alle genug zu Essen und Trinkwasser und nehmen rege am Sport- und Freizeitangebot des Kinderdorfes teil.

Geborgenheit in einem zweiten Dorf

Die unverändert große Not haitianischer Kinder bewog die SOS-Kinderdörfer Ende der achtziger Jahre, im Norden Haitis ein weiteres Dorf zu bauen. Als Standort wurde die Hafenstadt Cap Haitien gewählt. Die Stadt liegt an der Bucht Bahía de Manzanillo am Atlantischen Ozean. Heute leben dort 60.000 Einwohner. Sie ist nach Port-au-Prince die zweitwichtigste Stadt des Landes.

Das seit 1989 bestehende SOS-Kinderdorf Cap Haitien liegt in einer dünn besiedelten landwirtschaftlichen Nutzzone. Auf einem 16 ha großen Grundstück entstanden 22 Familienhäuser und einige Nebengebäude. Das Kinderdorfprojekt umfasst außerdem eine SOS-Schule, eine SOS-Jugendeinrichtung als Zwischenstation für Jugendliche in der Vorbereitung auf ein selbständiges Leben, sowie ein SOS-Berufsbildungszentrum für acht verschiedene Handwerksbereiche. Ein Teil des Kinderdorfgeländes wird landwirtschaftlich genutzt, was angesichts der hohen Lebensmittelpreise eine wertvolle Absicherung für den Eigenbedarf bedeutet. Für 220 Kinder bietet das SOS-Kinderdorf einen geschützten Lebensraum und ein liebevolles Zuhause.

Bildung, der Schlüssel für einen besseren Platz im Leben

Den schwierigen Bedingungen, die auf dem haitianischen Arbeitsmarkt herrschen, wurde mit der Errichtung eines eigenen SOS-Ausbildungszentrums in Cap Haitien Rechnung getragen. In den Lehrwerkstätten können dreihundert Jugendliche verschiedene Berufe erlernen. Es stehen vor allem handwerkliche Ausbildungsbereiche mit eigenen Werkstätten bzw. Schulungsräumen zur Auswahl. Auch Alphabetisierungskurse sowie Computerkurse finden großes Interesse. Neu im Programm sind ein Koch- und ein Konditorenkurs mit einer praxisorientierten Ausbildung.

Die SOS-Sozialzentren in Haiti unterstützen mit ihren Kindertagesstätten und ihrer Familienhilfe bedürftige Familien, um sie aus dem Teufelskreis der Armut zu befreien und ihren Kindern die Aussicht auf eine bessere Zukunft zu geben. Die, die an dem Projekt teilnehmen, schließen sich in Familienkomitees zusammen, die in Eigeninitiative Kinderbetreuung in Gemeindezentren oder privaten Wohnhäusern organisieren. SOS-Kinderdorf unterstützt diese Komitees durch Ausbildungsangebote und andere Hilfsmaßnahmen. Mit ihrem Programm erreichen die Sozialzentren in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden 700 Kinder und deren Eltern. Diese jungen Menschen müssen endlich nicht mehr hungern und können in die Schule gehen.

Eine Perspektive für Kinder und Erwachsene

Die Familienhilfe der SOS-Sozialzentren in Haiti ist ein immer wichtigerer Bestandteil der SOS-Kinderdorf-Arbeit. Denn sie ist dazu da, noch mehr Bedürftigen zu helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Die Hilfe beinhaltet: Medizinische Versorgung, Schulgeld und Fortbildungskurse. Sie gibt damit Eltern und Kindern eine reelle Zukunftsperspektive.

Wiederaufbauhilfe in Haiti
Schritt für Schritt ein neues Leben aufbauen

Sieben Monate ist es her, seit das verheerende Erdbeben auf Haiti hunderttausende Menschen das Leben kostete und das Leben Millionen anderer sich für immer veränderte. Die Spuren der Zerstörung sind noch unübersehbar. Schutt und Trümmer versperren die Wege, Zeltlager säumen die Straßen. In diesen Notbehausungen in und um Port-au-Prince leben nach wie vor etwa 1,5 Millionen Opfer. Sie sind der jährlichen Regenzeit und auch tropischen Wirbelstürmen ausgesetzt, viele Zelte sind unbewohnbar. Ein Neuanfang scheint vielen aussichtslos.

Hart getroffen hat es ebenfalls 22.000 Kinder, die heute von den Helfern der 117 SOS-Versorgungsstellen betreut werden und so wieder neuen Lebensmut schöpfen. Kleine Schritte sind es vorerst, der Schock sitzt tief und Ängste müssen überwunden werden. Einfühlsam und aufmerksam sind die SOS-Mitarbeiter und freiwilligen Helfer. Die Fortschritte der Kinder zu erleben, sie wieder spielen, toben und lachen zu sehen, gibt ihnen täglich neue Kraft für ihre Arbeit.

Doch es gibt zu wenig Schulen und noch viel zu wenig Lehrer. Es mangelt an Spielplätzen. SOS bildet Lehrer aus, um den Unterricht in provisorischen Räumlichkeiten zu ermöglichen. Große Zelte werden als Übergangslösung zu diesem Zweck eingerichtet. Manche Eltern haben Angst, sich von ihren Kindern tagsüber zu trennen und lassen sie deshalb nicht in die Schule gehen. Einige Schulkinder haben bereits, aufgrund der langen Zeit ohne Unterricht, Lesen und Schreiben verlernt.

In Santo, nahe der Hauptstadt Port-au-Prince sieht es anders aus. SOS-Schule und -Kindergarten sind voll ausgelastet. Hier werden über 750 Schulkinder unterrichtet und 250 Vorschulkinder haben viel Spaß miteinander. Sie drücken die Schulbank und lernen für ein besseres Leben. Sie genießen eine qualifizierte schulische Ausbildung und können sich kindgerecht entwickeln. Vielen Kindern in Haiti und um Port-au-Prince muss diese Chance erst noch gegeben werden. SOS-Kinderdorf hat sich dies zum Ziel gesetzt und wird sich nach Kräften dieser jungen Menschen annehmen.

Im SOS-Kinderdorf Santo findet mittlerweile für 420 Mädchen und Jungen ein gemeinschaftlicher Tagesablauf statt. Die Kinder spielen, lernen, singen und lachen wieder. Sie haben ein geschütztes Zuhause, Geschwister und Freunde gefunden und einen festen Halt bei ihren umsorgenden SOS-Müttern und Helfern. 160 der nach dem Erdbeben aufgenommenen Kinder konnten wieder mit ihren leiblichen Familien vereint werden. SOS-Mitarbeiter sind unermüdlich im Einsatz und führen in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen die Suche nach Angehörigen der Kinder weiter.

Die Menschen in Haiti haben den Willen ihr Land aufzubauen, doch sie brauchen dazu nachhaltige Hilfe. Die SOS-Wiederaufbauhilfe wird über einen langen Zeitraum in Haiti aktiv sein. SOS-Familienhilfe, SOS-Bildungsangebote, Gesundheitsvorsorge und die langfristige Betreuung allein gelassener Kinder geben zusammen mit den Gemeinden und anderen Hilfsorganisationen den verzweifelten Menschen eine Zukunftsperspektive.

Merlina* fasst neuen Mut

Merlina ist 13 Jahre alt. Ihre Mutter hat das Erdbeben nicht überlebt und sie selbst wurde schwer verletzt. Der Tag der Katastrophe hat ihr Leben von Grund auf geändert. Ein Helikopter brachte sie schwer verletzt ins Krankenhaus. Man musste ihr einen Fuß abnehmen. Sie blieb dort zwei lange Monate, dann kam Melina in das SOS-Kinderdorf Cap Haitien, im Nordosten Haitis, wo mit ihr 40 weitere Mädchen und Jungen aufgenommen wurden. Die ersten Wochen waren für sie besonders schwer. Sie weinte täglich viele Stunden und zog sich in eine Ecke zurück. Sie vermied den Kontakt zu anderen Kindern, aus Angst, sie könnten sich über sie wegen ihres amputierten Fußes lustig machen. Doch ihre SOS-Mutter ließ die Kleine nicht aus den Augen und begleitete sie geduldig und liebevoll. Eines Tages zeigte sich plötzlich ein Lächeln auf Melinas hübschem Gesicht. Allmählich fasste sie Vertrauen und fand erste Spielkameraden. Heute freut sie sich auf den Schulanfang im September. Doch auch nach sieben Monaten ist Melina immer wieder unruhig. Sie läuft dann in den Garten und versucht sich abzulenken. Sie hat einen Telefonhörer aus ihrem früheren Zuhause aufbewahrt. Den presst sie oft an ihr Ohr; meint sie, ihre Mutter kann sie hören? "Ich bin oft traurig aber ich fühle mich stärker", sagt sie mutig und freut sich über jede Aufmerksamkeit. Melina ist schon selbstbewusster geworden und eines Tages wird sie die schwere Zeit mit Hilfe der stets umsorgenden SOS-Betreuer überwunden haben und ihr Leben wieder genießen können.

* Zum Schutz der Privatsphäre wurde der Name geändert.

Bilder:

Bild 1: Kinder in Cap Haitien gehen zum Spielen Bild 2: Provisorisches Dorf in Santo Bild 3: Einheimische Arbeiter helfen beim Aufbau des Dorfes Bild 4: Mädchen in Santo beim Wasser holen Bild 5: SOS-Lebensmittelverteilung in Port-au-Prince nach dem Erdbeben Bild 6: Jungen und Mädchen spielen nach dem Essen mit den SOS-Mitarbeitern
Bild 7: Helmut Kutin nach dem Erdbeben in Santo Bild 8: Erster Schultag nach dem Erdbeben in Santo Bild 9: Kinder beim Fußballspielen

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