SOS-Kinderdörfer in Brasilien

Kinder stark machen für ein Leben in Selbstständigkeit


SOS-Kinderdörfer in Brasilien

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Bittere Not im bevölkerungsreichsten Land Südamerikas

In dem größten und bevölkerungsreichsten Land Südamerikas gibt es extreme soziale und wirtschaftliche Unterschiede. Einer kleinen und sehr wohlhabenden Oberschicht steht eine große Masse Besitzloser gegenüber. Darunter leiden vor allem die Kinder, die fast ein Drittel der Bevölkerung ausmachen: In Brasilien leben rund 62 Millionen Kinder und Jugendliche, die jünger als 18 Jahre sind. Die Kinder- und Müttersterblichkeitsraten in Brasilien sind überproportional hoch.

  • Straßenkinder: Vor allem in den Städten Brasiliens leben unzählige Kinder auf der Straße. Die Zahl dürfte in die Millionen gehen. Sie besuchen keine Schule, nehmen oftmals Drogen und müssen stehlen und sich prostituieren, um zu überleben.
  • HIV-Aids: Mehr als 600.000 Brasilianer sind HIV-infiziert. Auch wenn die Ausbreitung von Aids durch Aufklärungskampagnen insgesamt eingedämmt werden konnte, steigt die Verbreitung des HI-Virus unter jungen Frauen.
  • Bildungswesen: Die Reform des Bildungswesens ist für Brasilien eine Herausforderung. Die Zahl der über 15-Jährigen, die nicht lesen und schreiben können, wird auf etwa 20 Millionen geschätzt. Immerhin stieg in den vergangenen Jahren die Einschulungsrate der 7- bis 14-Jährigen auf mehr als 96 Prozent.
  • Analphabetentum: Obwohl heute beinahe jedes Kind, unabhängig von seiner sozialen Herkunft, die Schule besuchen kann, sind doch ca. 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche Analphabeten.
  • Gewalt und Verbrechen sind alltäglich in den Elendsvierteln - den so genannten "Favelas" - der Städte. So ist die Mordrate eine der höchsten weltweit.

Die SOS-Kinderdorf-Projekte in Brasilien

Aus dieser grenzenlosen Armut heraus entstand der Ruf nach Betreuungsformen für vernachlässigte und verwaiste Kinder und Jugendliche. Die SOS-Kinderdörfer begannen mit dem Aufbau ihrer Projekte in Brasilien 1967. In den mittlerweile 15 SOS-Kinderdörfern haben 1.600 Kinder ein neues Zuhause gefunden. Zusätzlich gibt es 13 SOS-Jugendeinrichtungen, sechs SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, 24 SOS-Sozialzentren und ein SOS-Berufsbildungszentrum.

Mehr als 150 Jugendliche werden in den SOS-Jugendeinrichtungen auf ein selbständiges Leben außerhalb der SOS-Familien vorbereitet. Die SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen des Landes stehen sowohl den SOS-Kindern, als auch Kindern aus der Umgebung offen. Angesichts der großen sozialen Spannungen kommt den SOS-Sozialzentren eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Familien zu. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Projekten und Programmen, die vor allem benachteiligte Familien in ihrem Arbeitsalltag und in der Betreuung ihrer Kinder entlasten und fördern. An sämtlichen Standorten von SOS-Kinderdörfern gibt es deshalb Kindertagesstätten, Kindergärten und Tagesmütternetzwerke für die Ganztagsbetreuung von Kindern berufstätiger Eltern und allein erziehender Mütter.

SOS-Kinderdorf Brasilien feierte 2007 sein 40-jähriges Jubiläum und hat mit seinen insgesamt 59 SOS-Einrichtungen die bisher meisten auf dem lateinamerikanischen Kontinent.

Ein neues Zuhause und eine hoffnungsvolle Zukunft

Das SOS-Kinderdorf Porto Alegre war das erste brasilianische SOS-Kinderdorf und wurde 1967 in Porto Alegre, der Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande do Sul, im Süden Brasiliens errichtet. Es besteht aus zehn Familienhäusern, einer SOS-Jugendeinrichtung sowie einem SOS-Sozialzentrum mit Kindertagesstätte.

Das SOS-Kinderdorf Poá zählt zu den ersten SOS-Kinderdörfern Brasiliens. Es wurde inmitten eines ausgedehnten fruchtbaren Landstrichs errichtet und umfasst zehn Familienhäuser. In der angegliederten SOS-Jugendeinrichtung gewöhnen sich die älteren SOS-Kinder auf ein Leben außerhalb der SOS-Gemeinschaft. Sie können an Lehrgängen teilnehmen, die ihnen eine Berufsausbildung in einer Näherei, einer Schusterei, einer Druckerei sowie in Werkstätten für Leder- und Holzverarbeitung oder für Keramikarbeiten anbieten.
Das SOS-Sozialzentrum Poá umfasst eine Kindertagesstätte, in der Kinder zwischen zwei Monaten und sieben Jahren aus bedürftigen Familien, die sich tagsüber nicht um die Kinder kümmern können, betreut werden.

Das SOS-Kinderdorf Brasília öffnete 1968 seine Pforten. In Brasília, der künstlich geschaffenen Hauptstadt des Landes, leben rund 1,5 Millionen Menschen, davon zwei Drittel in den riesigen Elendsvierteln am Stadtrand. Das SOS-Kinderdorf und seine SOS-Jugendeinrichtung liegen im Norden der Stadt.

Das 1971 gegründete SOS-Kinderdorf São Bernardo do Campo liegt etwa 35 km südöstlich von São Paulo in einem Naturschutzgebiet. Das SOS-Kinderdorf wurde 1973 mit neun Familienhäusern eröffnet. Das angeschlossene SOS-Sozialzentrum hat eine SOS-Kindertagesstätte.

Das SOS-Kinderdorf Goioerê mit zwölf Familienhäusern konnte 1977 seinen Betrieb aufnehmen. Goioerê ist eine kleine Provinzstadt im Bundesstaat Paraná. Das Kinderdorf befindet sich außerhalb der Stadt in einer ländlichen Gegend. Ein beträchtlicher Teil des Dorfgeländes wird landwirtschaftlich genutzt. Der Ertrag - Baumwolle, Soja, Bananen, Kaffee und Zitrusfrüchte - wird für den Eigenbedarf des SOS-Kinderdorfs verwendet. Die Möglichkeit, in der Landwirtschaft mitzuarbeiten, wird von vielen Jugendlichen gerne genutzt.

1978 wurde das SOS-Kinderdorf Rio Grande do Norte im gleichnamigen brasilianischen Bundesstaat in Betrieb genommen. Es befindet sich in der rund 50.000 Einwohner zählenden Stadt Caicó im Nordosten des Landes inmitten einer größeren Wohnsiedlung. Das Dorf besteht aus siebzehn Familienhäusern, einem Gemeindezentrum sowie einer SOS-Jugendeinrichtung mit vier Häusern. Die angeschlossene SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule wird von ca. 320 Kindern besucht.

In der Stadt Santa Maria, im südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul, öffnete 1978 ein weiteres SOS-Kinderdorf seine Pforten. Santa Maria liegt im Landesinneren. Das SOS-Kinderdorf Santa Maria hat acht Familienhäusern und einige Nebengebäude. Die Kinder besuchen die öffentlichen Schulen in der Umgebung. Auf dem Gelände des Dorfes wird eine kleine Landwirtschaft betrieben. Der Anbau von Obst, Maniok, Kartoffeln, Mais, schwarzen Bohnen und anderem Gemüse trägt dazu bei, teilweise den Eigenbedarf der SOS-Familien zu decken. Dem SOS-Kinderdorf Santa Maria ist ein SOS-Kriseninterventionszentrum angeschlossen, das Kinder, die sich in einer Notsituation befinden, vorübergehend aufnimmt und betreut.

Das SOS-Kinderdorf Bahia/Lauro de Freitas liegt in der gleichnamigen Stadt mit insgesamt 140.000 Einwohnern. Es umfasst vierzehn Familienhäuser und eine Jugendeinrichtung. In unmittelbarer Nähe des SOS-Kinderdorfs gibt es wiederum ein SOS-Kriseninterventionszentrum, auf brasilianisch "Casa de Transiçao". Es bietet immer mehr Kindern, die aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Alkoholproblemen in der Familie Gewalttätigkeiten zum Opfer fallen, Hilfe an.
In dieses Zentrum können Kinder, die sich in einer Notsituation befinden und Misshandlungen befürchten müssen, provisorisch aufgenommen werden. Sie werden in einer familienähnlichen Atmosphäre versorgt und betreut. Sie bleiben solange dort, bis von den zuständigen Behörden entschieden wird, sie wieder in ihre Familie zurückkehren zu lassen, sie zur Adoption freizugeben oder in ein SOS-Kinderdorf oder eine andere Einrichtung aufzunehmen.

1980 wurde das SOS-Kinderdorf Jacarepaguá in der ehemaligen Hauptstadt Brasiliens, Rio de Janeiro, eröffnet. Den fünfzehn Familien stehen auch Spiel- und Sporteinrichtungen zur Verfügung. In der Nähe des SOS-Kinderdorfs Jacarepaguá sind drei "Favelas" (brasilianische Elendsviertel) angesiedelt. Vielen Müttern ist es unmöglich, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Sie sehen sich sonst gezwungen, ihre Kleinkinder in der Obhut der größeren Geschwister oder sogar gänzlich unbeaufsichtigt zu lassen. Dem SOS-Kinderdorf ist deshalb ein SOS-Sozialzentrum angeschlossen mit einer Kindertagesstätte zur Betreuung solcher Kinder. Zusätzlich gibt es auch hier ein SOS-Kriseninterventionszentrum.

Das SOS-Kinderdorf Rio Bonito wurde 1980 auf einer bewaldeten Anhöhe errichtet. Der Vorort Rio Bonito liegt im Süden von São Paulo. Das SOS-Kinderdorf hat zwölf Familienhäuser, eine SOS-Jugendeinrichtung und ein Gemeinschaftshaus. Dem Kinderdorf sind außerdem eine SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule und ein SOS-Sozialzentrum angeschlossen.

Das SOS-Kinderdorf Juiz de Fora entstand 1982. Juiz de Fora liegt etwa 100 km nördlich von Rio de Janeiro und ist mit 400.000 Einwohnern ein wirtschaftliches und industrielles Zentrum. Das SOS-Kinderdorf umfasst zwölf Familienhäuser, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule, die von ca. 250 Kindern besucht wird und ein SOS-Sozialzentrum mit einer Kindertagesstätte und einem Familienhilfsprojekt.

João Pessoa ist die Hauptstadt des Bundesstaates Paraíba. Diese trockene und heiße Region im Nordosten des Landes wird immer wieder durch Dürreperioden in Mitleidenschaft gezogen. Die Folgen für die Landwirtschaft sind katastrophal. Viele Bewohner sehen dann als letzten Ausweg die Abwanderung in die großen Städte und Industriezentren.
Das SOS-Kinderdorf Paraíba, das 1982 fertig gestellt wurde, liegt in einem Vorort von João Pessoa und besteht aus dreizehn Familienhäusern und mehreren SOS-Jugendeinrichtungen. Dem Projekt ist ein SOS-Berufsbildungszentrum angeschlossen, zur Ausbildung von Jugendlichen in verschiedenen Handwerksberufen. Zusätzlich verfügt das Kinderdorf über ein SOS-Sozialzentrum mit einer Kindertagesstätte. Die SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule Paraíba wird von rund 500 Schülern besucht.

Das SOS-Kinderdorf Pedra Bonita ist neben dem Kinderdorf Jacarepaguá das zweite Kinderdorf, das im Stadtgebiet der Millionenstadt Rio de Janeiro errichtet wurde. Es wurde 1994 fertig gestellt und verfügt über elf Familienhäuser und einer SOS-Jugendeinrichtung.

Der Norden Brasiliens ist weitgehend von Regenwäldern und Flusslandschaften bedeckt. Dank des Reichtums durch den Anbau vor allem von Kautschukbäumen, wurde Manaus zu einer prachtvollen Stadt ausgebaut. Erst später, als es gelang, Kautschukbäume in Asien heimisch zu machen, begannen der Verfall und die Verarmung dieser Region.
Das in diesem Landstrich erbaute SOS-Kinderdorf Amazonas hat 12 Familienhäuser und verfügt über eine Bibliothek und einen Sportplatz. Ein SOS-Sozialzentrum mit Kindertagesstätte fördert hilfsbedürftige Familien aus der Nachbarschaft. Die Kinder aus dem SOS-Kinderdorf besuchen die nahe gelegene öffentliche Schule.

Das jüngste und damit 15. SOS-Kinderdorf in Brasilien ist in der Hafenstadt Recife in der Gemeinde Igarassu mit seinen 82.000 Einwohnern. Armut und Arbeitslosigkeit sind auch in dieser Region weit verbreitet. Es gibt kaum soziale Einrichtungen und die Elendsviertel am Rande der Stadt wachsen stetig.
Ende 2005 fand in Igarassu die Grundsteinlegung für das SOS-Kinderdorf statt. Es wurde im Rahmen der Fußballweltmeisterschaftsaktion "6 Dörfer für 2006" geplant. Im SOS-Kinderdorf Recife haben heute in zehn Familienhäusern 83 Kinder endlich wieder ein geborgenes Zuhause und ein geregeltes Familienleben gefunden. Das Dorf besteht aus vierzehn zweigeschossigen Familienhäusern für 126 Kinder mit einem Spiel- und Sportplatz. Die speziell für ihre verantwortungsvolle Arbeit ausgebildeten SOS-Mütter gestalten nun ihr Leben gemeinsam mit ihren Sprösslingen.

Gleichzeitig wurde ein SOS-Sozialzentrum im Westen von Recife eröffnet. Das bisherige alte Sozialzentrum Engenho do Meio reichte längst nicht mehr aus für die benötigte pädagogische und therapeutische Betreuung. Ein schönes Freizeitareal gehört mit zum neuen Sozialzentrum. Bis zu 250 Mädchen und Jungen werden es nutzen können und ihre Freizeit nicht mehr wie bisher auf der Straße verbringen müssen.

Bilder:

Bild 1 Bild 2: Recife Bild 3 Bild 4 Bild 5: Bahia
Bild 6 Bild 7: Manaus Bild 8: Rio Bonito Bild 9
Bild 10 Bild 11 Bild 12 Bild 13: SOS-Einrichtungen in Brasilien

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